Die Geschichte des MTV Wisch Beachhandball Damenteams
  • Die Entstehung
  • Saison 1998
  • Saison 1999
  • Wischer Jubel...
  • Saison 2000
  • Saison 2001
  • Die Entstehung

    Das Beachteam entstand aus der 1. Damenmannschaft des MTV Wisch. In der Saisonvorbereitung 96 wurde die neue Sandvariante des Handballspiels entdeckt. In den folgenden Jahren wuchs die Anzahl der Turnierteilnahmen und auch die Zahl der Siege.
    Schon 97 konnten wir uns mit einem Sieg in Laboe für das Masters Finale in Cuxhaven qualifizieren. Dort wurden wir unter den besten Beach-Handball Mannschaften aus ganz Deutschland zweiter.

    Saison 1998

    1998 hatten wir zwei prominente Gastspielerinnen: Christine Lindemann und Heike Schmidt (beide Nationalspielerinnen in der Halle und damals beim benachbarten Bundesligisten Buxtehude).
    Wir konnten zwei Turniere gewinnen und wurden beim Finale dritter.

    Inzwischen ist das Beachteam nicht mehr gleich der 1.Damen. Nach dem Oberligaaufstieg in der Saison 97/98 und einem Jahr in der Oberliga Nordsee teilte die Mannschaft sich. Die Älteren gingen zurück in die Kreisliga und die Jüngeren bildeten eine Art Spielgemeinschaft mit dem Buxtehuder SV und traten dort in der 2.Damen an.

    Saison 1999

    Unser Team besteht jetzt aus dem “harten Kern” der ehemaligen Oberligamannschaft und jungen Spielerinnen aus dem Jugendbereich des MTV Wisch (A-Jugendoberliga). Mit dieser Mischung konnten wir die 1999 erstmals augetragenen Deutschen Meisterschaften gewinnen.

    Die Beachsaison 99 zeichnet sich vor allem durch deutlich höheren Sonnencremeverbrauch aus. Bei allen Turnieren brannte die Sonne vom Himmel.
    Gleich im ersten Turnier am Wannsee erreichten wir die Qualifikation zur Ersten Deutschen Meisterschaft. In der Vorrunde konnten wir uns langsam wieder an den Sand gewöhnen. Als Gruppensieger trafen wir dann auf alte Bekannte, die Woltmershausenerinnen, die aber nicht in Bestbesetzung antraten und 2:0 bezwungen werden konnten. Im Halbfinale wartete die Zweitligamannschaft Guts Muths Berlin. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen hatten wir die Nase im Penaltywerfen vorne und trafen auf die „Atemlosen“. Dahinter verbarg sich die Regionalligatruppe von Guts Muths und auch die konnte geschlagen werden.

    Am Salzgitter-See (HVN Turnier) mußten wir auf mehrere Stammspielerinnen verzichten. Doch unsere A-Jugend half uns aus. Nach einer Niederlage im ersten Spiel fand sich die neuformierte Mannschaft und verlor in der Folge kein Spiel mehr. Neben den Damen konnte auch unser Nachwuchs überzeugen, sowohl die weibliche A- als auch die B-Jugend konnte es den Damen gleichmachen und den ersten Platz erringen.

    Auch in Glücksburg mußten wieder ein paar A-Jugendliche aushelfen, da Falilienfeste und Abifeiern anstanden. Trotzdem konnte die Zwischenrunde erreicht werden, wo dann im Penaltywerfen Endstation war.

    Die Deutsche Meisterschaft in Cuxhaven war dann wohl der Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte (mal abgesehen von der MTV Maskerade :)

    Bericht vom 09.08.99 aus dem Stader Tageblatt:

    Wischer Jubel unter der Sektdusche

    Die MTV-Damen sind Deutscher Beachhandball-Meister

    Die Handballerinnen vom MTV Wisch haben den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte geschafft. Die Spielerinnen des kleinen Clubs aus dem Alten Land sicherten sich gestern in Cuxhaven bei den ersten offiziellen deutschen Beachhandball-Meisterschaften den Titel. Bei den Männer gewann der hessische Vertreter TSG Münster die nationale Meisterschaft. 15 000 Zuschauer erlebten die Spiele in einer neuen Trendsportart.

    Die Wellen schlugen hoch und der Sekt spritzte als das Endspiel gegen den Zweitligisten SG Bensheim-Auerbach abgepfiffen wurde. Mit 28:21 hatte der MTV schließlich die Oberhand behalten, waren Antje Wriede, Kathrin Wohlfahrt, Catrin Wehrt, Janine Brömstrup, Sabine Porter, Inga Heinrich, Urte Petersen, Wiebke Reimers und Maren Meinke, die das Finale leider nicht mitspielen konnte, da sie für den BSV Buxtehude antreten musste, Deutscher Meister geworden. "Jetzt werden wir in die Altländer Ruhmeshalle aufgenommen", jubelte Trainer Guido Porter voller Stolz und Freude, welche die Mädchen mit Sektduschen ausgiebig auslebten. Die siegreichen Männer der TSG Münster bauten zudem eine Brücke aus vielen starken Armen und warfen die Altländerinnen immer wieder hoch in den Duhner Himmel. Unter den Augen von 50 mitgereisten Fans war die mannschaftliche Ausgeglichenheit die große Stärke des von Guido Porter und Stefan Beck betreuten Teams. Aufbauend auf eine souveräne Abwehrarbeit überzeugte der MTV durch ideenreiche Angriffsvarianten, denen Antje Wriede mit ihren Kempa-Tricks die Krone aufsetzte. Im Mittelpunkt standen auch die Torhüterinnen Maren Meinke, Janine Brömstrup sowie Inga Heinrich: Denn ein Torwarttor zählt doppelt. So bestimmte auch die Taktik das Geschehen im heißen Sand. Lohn der "Buddelei" im Sand: ein 40 cm großer Pokal und eine fünftägige Reise auf den Darß.

    Saison 2000

    In der Saison 2000 war der Wurm drin. Noch in der Hallensaison verletzte sich Urte und fiel mit Kreuzbandriß für die gesamte Beach Saison aus. Damit fehlte uns ein wichtiger Pfeiler in der Abwehr. Trotzdem waren wir heiß auf die Beachsaison und furen nach Melle. Hier waren wirklich Top-Teams am Start und so ist ein vierter Platz sicher auch ein Erfolg. Der Gesamteindruck des Flutlichtturniers war aber doch sehr von der schlechten Organisation getrübt. Während Unterbringung, Beachparty usw. gut waren, führte der Spielplan zu Duellen weit nach Mitternacht in eisiger Kälte. So hatten wir uns den Start nicht vorgestellt. Da die anwesenden Top Schiedsrichtergespanne fast jedes Spiel pfeifen mußten, waren sie völlig überlastet. Und wenn dann in den entscheidenden Spielen Leute pfeifen, die kaum noch das Tor auf der anderen Seite erkennen können, ist hier Kritik wohl sicherlich angebracht.

    In Berlin schieden wir nach einer starken Vorstellung am Samstag Sonntag morgen in der Zwischenrunde sang- und klanglos aus. Anschließend gewannen wir das HVN-Turnier in Herenhausen. Leider konnten wir dann in Norderney nicht starten. Denn die Woche zuvor hatten sich fast alle Spielerinnen in Glücksburg (regnet das da eigentlich immer? Trotzdem werden wir immer wieder hinfahren, denn in Glücksburg ist wirklich Party am Start!) stark erkältet und auf unsere Studenten mußten wir auch verzichten, die hatten Prüfungen.

    So mußten wir unser Glück in Cuxhaven versuchen. Endlich einmal vollzählig starteten wir gut. Im Finale mußten wir uns dann aber doch den Woltmershausenerinnen geschlagen geben. Die waren einfach besser als wir und bei Endspielen die Zuschauer zu verarschen und Schiebung zu machen kommt für uns nicht in Frage!

    Wir hatten uns also nicht qualifiziert und mußten bei der Deutschen Meisterschaft zuschauen. Die Flying Kangaruhs aus Berlin wurden verdient Deutscher Meister - Glückwunsch Matze!!! Der DHB sollte sich allerdings Gedanken über den Qualimodus machen, zumindest, wenn man die besten Teams bei der DM haben möchte. Die ersten vier der Top-besetzten Turniere sind sicherlich weit stärker als viele Teams, die letzendlich bei der DM starteten. Aber Vorschläge wie sie z.B. von einer Gruppe um W. Sasse kommen (nachzulesen bei www.Handball-info.de im Bereich Beach) scheinen beim DHB ja nicht diskussionswürdig und es geht erst mal so weiter (inklusive Regelchaos).

    Saison 2001

    Nach der verkorksten Saison 2000 lief es jetzt wieder wesentlich besser. Schon gleich beim ersten Turnier in Bork konnten wir mit einem Sieg im Finale gegen die amtierenden Deutschen Meister Flying Kangaruhs aus Berlin die Quali für die DM klar machen. Ansonsten zeigte sich wieder einmal, daß wir absolute Schönwetterspieler sind: Cuxhaven und Glücksburg hatten ihre Wetterverhältnisse getauscht. So regnete es in Cuxhaven, wo wir dann auch relativ früh ausschieden. Dafür gelang uns unser erster Sieg in Glücksburg bei endlich einmal tollem Wetter (das hat dieses Turnier eigentlich jedes Jahr verdient!!!)

    Beim Saisonabschluß, der DM in Cuxhaven, war dann wieder Schmuddelwetter angesagt. Wir waren froh überhaupt dabei zu sein. Durch unnötige Satzverluste in der Vorrunde machten wir uns das Leben schwer und verpassten trotz guter Leistungen in der Zwischenrunde das Halbfinale. Dort hätten gegen die Sandgirls, die souverän und verdient Meister wurden, aber sicherlich auch keine Chance gehabt. Die folgenden Plazierungsspiele konnten wir gewinnen und wurden fünfter.

      Newsletter   •   Impressum   •   Kontakt   •   Fehler melden   •   © 2010 www.einechterwischer.de   •   Version 1.71